Heute gibt es mal mehr Text als sonst, nehmt euch einen Kaffee oder Tee :-)
Vor einiger Zeit habe ich Euch von meiner neuen Sticksoftware „Digitizer MBX“ berichtet. Einige Dinge habe ich bereits digitalisiert, aber ich bin noch weit davon entfernt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Manche Begriffe, wie „Schrumpfausgleich“ oder „Unterlage“ haben mich Stickneuling auch vor große Fragezeichen gestellt. Da die Bedienungsanleitung nicht soviel hergab, musste ich mir die Dinge im Internet zusammensuchen oder durch ausprobieren herausfinden, was passiert, wenn ich an der ein oder anderen Stelle „schraube“.
Vor einiger Zeit habe ich Euch von meiner neuen Sticksoftware „Digitizer MBX“ berichtet. Einige Dinge habe ich bereits digitalisiert, aber ich bin noch weit davon entfernt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Manche Begriffe, wie „Schrumpfausgleich“ oder „Unterlage“ haben mich Stickneuling auch vor große Fragezeichen gestellt. Da die Bedienungsanleitung nicht soviel hergab, musste ich mir die Dinge im Internet zusammensuchen oder durch ausprobieren herausfinden, was passiert, wenn ich an der ein oder anderen Stelle „schraube“.
Nun fragte mich vor einigen Wochen der
Nähpark Diermeier, ob ich mir ein Buch für „Hobbysticker“ mal
genauer ansehen möchte. Dies habe ich sehr gern gemacht und möchte
euch nun daran teilhaben lassen.
Es handelt sich um „Stickmotive selbst erstellt“ von Sabine Scheuermann.
Es ist im Eigenverlag erschienen und
beim Nähpark direkt zu bekommen. In diesem Buch wird erklärt, wie
man von der Motivauswahl zum fertigen Stickmotiv gelangt, welche
Fallstricke so lauern, welche Fehler man vermeiden kann und wie man
am besten vorgeht. Dies ist ganz allgemeingültig und unabhängig von
der eigenen Sticksoftware beschrieben.
Gut gefällt mir, dass auch tiefer
gehende Informationen zu den verschiedenen Stichen enthalten sind. Es
wird also nicht nur beschrieben, dass es eine Steppstichfüllung
gibt, sondern auch, welche Einstellungen bei dieser Füllung in der
Regel zu nutzen sind. So entfällt das manchmal doch recht mühsame
selbst austesten. Das eigene Verständnis für die verschiedenen
Stiche wird durch Erklärungen weiter untermauert, so dass man
hinterher nicht nur weiß, wie etwas einzustellen ist, sondern auch,
warum man etwas wie einstellen sollte.
Eines muss ich allerdings anmerken,
wenn man das Buch von Anfang bis Ende einfach durchliest, wiederholt
sich im Text einiges, weil es bei vielen Stichen relevant ist. Dies
kann auf die Dauer langweilig werden. Ich sehe es allerdings vor
allem auch als Nachschlagewerk und in dem Fall ist es super, dass die
Dinge an den Stellen, an denen es wichtig ist, auch immer aufgeführt
sind. Ich hätte mir im Anhang vielleicht noch eine Tabelle mit den
Stichinformationen auf einen Blick gewünscht und werde mir diese
nach und nach selbst erstellen, um sie schneller zu finden.
Ein weiteres Kapitel des Buches widmet
sich dem Thema „Schriften“. Dies ist für mich ein wichtiger
Punkt, weil ich gerne mit Schriften arbeite. Es wird dort gut
deutlich, was durch unterschiedliche Stickmöglichkeiten bewirkt
werden kann.
Und dann gefiel mir das Kapitel
„Aufnäher“ erstellen. Meine Freundin hat einen kleinen Sohn, der
permanent die Knie der Hosen kaputt bekommt. Dies hat mich schon dazu
inspiriert Ihr Aufnäher zu machen, um die Hosen noch eine Weile zu
retten. Wie diese auch schön werden und halten, kann man mit dem
Buch wunderbar erarbeiten :-)
Im letzten großen Kapitel geht es um
das Erstellen eines Stickmotives. Hier wird nicht darauf eingegangen,
wie man automatisch oder manuell digitalisiert, also wie die Software
zu bedienen ist, sondern auf welche Dinge man achten muss. Z.B. dass
es sinnvoll sein kann, kleinere Stickelemente auf den Hintergrund zu
sticken und nicht den Hintergrund an den Stickelementen enden zu
lassen.
Ich habe dann auch gleich mal mein Logo
„einfach tanni's“ digitalisiert. Das wollte ich schon ganz lange
machen und nun hatte ich auch endlich mal den Grund dazu es auch
tatsächlich anzugehen :-)
Meine Sticksoftware habe ich mit ganz
anderen Augen wahrgenommen ;-)
und hier tatsächlich gestickt:
Wie findet ihr es? Ich bin ganz
zufrieden damit.
Mein Fazit zu dem Buch: Es ist eine
lohnenswerte Ergänzung zur eigentlichen Bedienungsanleitung der
Software für alle, denen die Begriffe im Umgang mit der
Maschinenstickerei noch nicht so geläufig sind, die wissen möchten
mit welchen Einstellungen am Besten zu arbeiten ist und nicht alles
selbst austüffteln möchten. Hier sind Grundlagen für den
Stickanfänger zusammenfassend erklärt. Ein tolles Nachschlagewerk.
Liebe Grüße
Tanja
P.S. Ganz unerwähnt ist bisher die
beiliegende CD geblieben, hier sind 10 Stickmotive in vielen gängigen
Softwareformaten und Designvorlagen aus dem Buch enthalten. Anhand
der Stickmotive wurde vieles erläutert und man kann sie nun auch für
eigene Projekte (sogar gewerblich) nutzen!
Liebe Tanja,
AntwortenLöschenherzlichen Dank für diesen super Einblick in das Stickgeschehen. Ich habe von unserer Tochter die Brother Innovis 950 zur Verfügung. Das ist die kombinierte Näh-, und Stickmaschine. Ich kann mit dieser Stickerei gar nicht umgehen. Denkst du, dass das Buch auch für diese Maschine geht oder ist das nur für reine Stickmaschinen sinnvoll?
Herzliche Grüße aus Winterberg, Heike
Liebe Heike,
Löschendas Buch ist nur hilfreich, wenn du auch eine Software zum Digitalisieren zur Verfügung hast und selbst Stickmotive erstellen möchtest. Denn es geht hauptsächlich darum, wie dort die Begriffe rund um das Digitalisieren zu verstehen sind, welche Einstellungen man verwenden (kann), welche verschiedenen Stiche es gibt,... Dabei ist es egal mit welcher Software du arbeitest, weil es Software neutral gehalten ist.
Für den Einstieg ins Sticken habe ich das Buch "Sticken - Meine Ideen auf Stoff von Gabi Seeberg-Wilhelm" genutzt und gucke immer noch gern mal hinein. Dort sind auch schöne Stickmotive dabei.
Liebe Grüße
Tanja